Freitag, 12. Oktober 2007

Una noche con cuatro Espanolas



Wofür die meisten viel Geld berappen würden, ist gestern für mich fast umsonst Realität geworden – eine Nacht mit vier Spanierinnen :) . Der Hostal-Chef hatte mich bereits morgens vorgewarnt, dass in meinem sechser Appartment noch vier weitere Gäste erwartet werden. Genauer gesagt waren es dann vier mittelprächtig-hübsche, dafür aber recht nette Spanierinnen. Während des einen oder anderen San Miguel hab ich erfahren, dass sie wegen dem heutigen Nationalfeiertag in Madrid sind, wo sie eine Parade mit der Königsfamilie und sonstigem Brimborium besuchen wollen...
Ja mein spanisch ist wirklich schon etwas besser geworden, und beim nächsten „Activity“ werde ich dank meiner Gebärdensprache jede Pantomime mit links erledigen.

Im Hostal war dies nun die letzte Nacht für mich. Heute ziehe ich erst mal in ein Zimmerchen bei einem gebürtigen Spanier, der jedoch zum Glück englisch und sogar ein wenig deutsch spricht. Die Bude ist relativ schäbig, und der Vermieter verschroben. Übernachtungsgäste sind nicht erlaubt – ihr müsst euch also noch ein wenig gedulden.
Das ganze ist mehr eine Übergangslösung, auf jeden Fall besser (und billiger) als das Hostal. Für 1.11. hab ich auch schon ein Angebot in einer schöneren, und größerern, und auch unglaublich viel teureren WG. Mal schaun, was daraus wird. Wenigstens bleibt es mir nun erspart, eine Nacht auf der Straße zu stehen, denn wegen dieses Nationalfeiertags sind hier alle Hotels und Hostels ausgebucht.

Nebenbei war ich heut auch mal kurz an der Uni. Auf der Suche nach meinem Prof bin ich erst mal auf das Büro der Relaciones Exteriores gestoßen, also der Anlaufstelle für Austauschstudenten.
Dort wurde ich herzlich begrüßt, und mit einem Haufen Bürokratie überschüttet, mit dem ich in keinster Weise gerechnet habe. Aber nun krieg ich anscheinend auch einen spanischen Studentenausweis, eine LEGIC-Card zum bezahlen und sogar eine KeyCard für den Lehrstuhl.
Bürokratie wird auch in Spanien groß geschrieben, aber im Vergleich zu Deutschland wird man nicht wie ein Depp von Tür zu Tür geschickt, sondern die Dame von R.E. hat sich aufopferungsvoll um mich gekümmert, und mich durch die ganze Uni begleitet. Kann natürlich auch sein, dass das nur an meinem hilflosen Hundeblick lag...

Meinen Prof hab ich dann schließlich auch gefunden. Eigentlich ein ganz netter, und vor allem stressfreier, kleiner (1,50m!!!) Mann. Wegen der Diplomarbeit muss ich mir also keine Sorgen machen, außer vielleicht dass sie zu kurz wird.
Fotos vom Lehrstuhl kommen noch – im Vergleich mit dem Münchner Lehrstuhl für Aerodynamik ein Unterschied wie Tag und Nacht.

¡Buenas noches!

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