Montag, 5. November 2007

Die spanische Küche



Wenn man an die spanische Küche denkt haben wohl viele das gleiche Bild im Kopf wie ich, als ich hier ankam: Paella. An der Ostküste um Valencia und Barcelona mag das zutreffen, nicht so jedoch in Madrid (wer mir das nicht glaubt kann sich ja den Verbreitungsgrad der typisch deutschen Weißwurst ins Gedächtnis rufen).
Einmal hat es zwar bereits Paella gegeben, aber die hätte ich so auch in München oder Regensburg gekriegt - Peter von Frosta würde sich im Grab umdrehen.

Eine typische madrilenische Küche gibt es eigentlich nicht, da die Stadt (auch wenn sie teilweise so aussieht) noch gar nicht so alt ist, und relativ schnell gewachsen ist. Das heißt, der schlaue Madrilene hat einfach mal geschaut, was es rundherum so für Schmankerl gibt, und die gibts nun eben auch alle in Madrid.
Wenn überhaupt könnte man vielleicht die Patatas Bravas (Kartoffeln mit Tomaten-Tabasco-Sauce) als typisch madrilenisch bezeichnen. Aber mit Küche hat das ungefähr so viel zu tun wie die berliner Currywurst. Ansonsten gibts natürlich viel Frisches, Fisch und meinen geliebten Serrano-Schinken.

Gewürze gibts hier gar keine. Das ist an Madrid etwas vorbei gegangen. Ein Stück Fleisch ist eben ein Stück Fleisch. Das hat genug Geschmack. Auch feurige Salsa-Saucen wie sie vielleicht mancher irrtümlicherweise dem Spanier zuordnet sucht man hier vergebens. Da muss man schon ein wenig weiter westwärts fliegen, genauer gesagt bis nach Mexico.
Wenn man dann wieder zurück fliegt kann man gerne einen Zwischenstopp in Madrid einlegen, auf einen café con leche und ein Serrano-Croissant (An dieser Stelle nochmal viele Grüße an die Anna ;) ).

Auch gewöhnlichen Kaffee gibts hier nicht. Man hat die wahl zwischen (ausgezeichnetem!) Espresso und eben café con leche (Latte-Macchiato nur ohne Schaum). An sich ganz lecker, aber ab und an sehnt man sich doch nach einem ordentlichen Haferl Kaffee.

Die Zwischendurch-Verpflegung ähnelt sehr der deutschen. Bocadillos, Junk-Food, und ab und an mal einen Döner. Wobei die Dönerbudendichte zum Glück noch weit entfernt von Münchner Verhältnissen ist.

In diesem Sinne, ¡Que aproveche!

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